vpayVPAY Karten werden in Deutschland seit 2011 vermehrt von vielen privaten Banken, aber auch von Sparkassen und Genossenschaftsbanken herausgegeben. Diese haben in vielen Fällen die Maestro Karte ersetzt. Viele Banken haben Ihre Kunden nicht besonders deutlich darauf hingewiesen, dass aus der weltweit funktionierenden Maestro Karte eine hauptsächlich  europaweit funktionierende Vpay Karte geworden ist:

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eine VPay Karte haben, schauen Sie einfach, ob auf Ihrer EC Karte ein VPAY Logo enthalten ist.(Wenn auf der Karte „Maestro“ steht, haben Sie eine Maestro Karte.)

Was kostet mich der Einsatz meiner Vpay Karte im Ausland?

  • Bargeldloses Zahlen: In allen Ländern mit dem EURO als Währung können Sie mit Ihrer Vpay Karte gebührenfrei bargeldlos zahlen. Diese sind in der folgenden Liste mit einem -Symbol gekennzeichnet. In allen weiteren Ländern bestimmt die Kosten Ihre Bank. Üblich sind hier Gebühren von ca. 1% des Umsatzes, wobei oft ein Mindestbetrag von ca. 1 € Gebühr anfällt.  Da Sie mit Kreditkarten nur prozentuale (aber höhere) Gebühren haben, lohnt es sich oft – entgegen der deutschen Gewohnheiten – im Nicht-€-Ausland gerade kleinere Beträge mit der Kreditkarte zu zahlen – oder natürlich bar.
  • Geld abheben: Bargeld abheben im Ausland mit der Vpay-Karte kostet – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ca. 5 € pro Abhebung. Geldabebung mit der VPay-Karte sollten Sie also möglichst vermeiden und stattdessen die Möglichkeiten der kostenlosen Auslandsabhebung mit ausgewählten Kreditkarten nutzen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollten Sie wenigstens gleich einen höheren Betrag abheben, um Gebührenhäufungen zu vermeiden.

In welchen Ländern kann ich meine VPAY-Karte nutzen?

Ein wichtiger Unterschied zur EC Karte bzw. zur Maestro-Karte ist, dass VPAY Karten bisher hauptsächlich in Europa einsetzbar sind. Inzwischen können die Banken selbst entscheiden, für welche Länder Vpay Karten freigeschaltet werden. Üblich ist aber immer noch, dass Vpay Karten nur in Europa funktionieren. Im Zweifel fragen Sie Ihre Bank direkt oder nehmen lieber gleich auch eine Kreditkarte mit. Keine Gedanken über die Akzeptanz von Vpay Karten müssen Sie sich in den folgenden Ländern machen:

  • Andorra*
  • Bear Island
  • Belgien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Estland
  • Farör Inseln
  • Finnland
  • Frankreich
  • Gibraltar
  • Griechenland
  • Grönland
  • Groß-Britannien
  • Guernsey
  • Irland
  • Island
  • Isle of Man
  • Israel
  • Italien
  • Jersey
  • Kroatien
  • Lettland
  • Lichtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta €
  • Monaco
  • Montenegro
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Türkei
  • Ungarn
  • Vatikan Stadt * und
  • Zypern akzeptiert.

*Andorra und Vatikan sind Sonderfälle. Hier ist zwar der EURO offizielles Zahlungsmittel, jedoch ist weder Andorra noch Vatikan Stadt Mitglied der Europäischen Währungsunion. Die Länder haben also selbstständig den Euro eingeführt und werden den meisten Banken als Länder ausserhalb der Eurozone behandelt.

Stand Februar 2017

Vpay Karte
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7 comments
  1. Ergänzung: Die Postbank behauptet „Beim Bezahlen im Handel verbreitet sich das Verfahren zunehmend. In vielen Ländern, wie zum Beispiel Thailand, Südafrika, Russland und Kanada, ist auch die Bezahlung von Einkäufen mit der V PAY-Card möglich.“

  2. Auf der webweite von vpay steht nichts zu einer Akzeptanz von vpay Karten ausserhalb Europas, daher würde ich mich nicht darauf verlassen. Wenn man Visa und Mastercard dabei hat, ist man auf der sicheren Seite – vpay kann man mal ausprobieren 🙂

  3. >Auf der webweite von vpay steht nichts zu einer Akzeptanz
    >von vpay Karten ausserhalb Europas,
    Doch – Man muss unterscheiden zwischen:
    a.) Akzeptanz beim Händler im Geschäft
    b.) Geldautomat.
    Ausserhalb von Europa gibt es eine Länderliste auf der VPAY-Webseite, in denen man Geld aus dem Automaten bekommt (also Punkt b.)

  4. Ich kann nur davon abraten, mit einer VPAY-Girokarten in Nicht-Euro zu fahren. Ich bin häufig in Dänemark unterwegs und habe da mehrfach ziemliche Enttäuschungen erlebt, speziell mit der Postbank Girokarte (VPAY). Beim Bezahlen in Supermärkten ist es Glücksache, ob die VPAY-Karte akzeptiert wird. Mal klappt es und dann wieder nicht. Dann muss entweder eine Maestro-Karte oder die Kreditkarte herhalten. Mit denen klappt das immer. Fatal kann es werden, wenn man mit dem letzten Tropfen Benzin an eine Automatentankstelle kommt, dessen Terminal keine VPAY-Girokarten akzeptiert. Auch das habe ich wiederholt erlebt.
    Und dann kommt es häufig vor, dass Geschäfte bei VPAY-Karten eine Gebühr erheben, bei Kreditkarten aber nicht. Das sieht man dann häufig erst zuhause, wenn man sich den Kassenbon genauer anschaut.
    Mein Fazit: VPAY ist großer Mist, zumindest wenn man sich öfter mal im Ausland, speziell in Nicht-Euro-Ländern aufhält. In Malaysia und Thailand kann der Urlaub mit VPAY zu einer einzigen Zitterpartie werden.
    Auf der sicheren Seite ist man immer mit einer Kreditkarte. Wer die ablehnt sollte unbedingt eine Bank wählen, die Maestro-Girokarten ausgibt. VPAY wäre für mich ein Grund die Hausbank zu wechseln.

  5. Aus der Erfahrung meines London-Aufenthalts am letzten Wochenende kann ich berichten, dass das Bezahlen mit der VPay-Karte in Gaststätten, Geschäften und beim Aufladen der Oystercard am Automaten prima funktioniert hat (wenn auch nicht Kontaktlos). Es wurden aber, wie sich natürlich erst nach unserer Rückkehr zeigte, bei jeder noch so kleinen Transaktion €2,50 Gebühren fällig.
    Ob diese Gebühren jetzt vom Gerätebetreiber oder von meiner Bank erhoben wurden, kann ich aber nicht sagen…

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